SPS Zeiten und deren Umgang

Wie gehe ich am sinnvollsten mit den Zeiten um?

In der Steuerungstechnik mit Schützen und Relais, waren Zeitrelais teuer. Somit wurde versucht, möglichst wenige einzusetzen. Um in den Industrieanlagen prozesssicherheit zu gewährleisten, werden die Funktionen über Endschalter & Sensoren gefahren, wie z.B. Zylinder ein-und ausfahren mit je einem Endschalter für jede Endlage.

Durch die SPS-Steuerungen standen auf einmal jede Menge Zeitfunktionen zur  Verfügung. So wurde versucht, die Endlagen über Zeitenfunktionen zu ermitteln. Dieses wurde dadurch erreicht, dass der Zylinder angesteuert wurde.  Nach Zeit X wurde davon ausgegangen, daß die Endlage erreicht wurde.

Wenn alles in Ordnung war und korrekt eingestellt wurde, hat das auch funktioniert.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Mechanik schwer gängiger wurde, Defekte an der Elektrik auftraten, oder andere Einflüsse die Funktion beeinflussten , wie z.B. Veränderungen am Pneumatikdruck.

Wichtig bei dem Einsatz von Zeiten ist der   " verantwortungsvolle Einsatz “ , um eine kontinuierliche Anlagenzuverlässigkeit  zu gewährleisten. Es sollten daher Endschalter und Sensoren eingesetzt werden, bevor Zeitfunktionen verwendet werden.

Die Zeiten können dennoch den Prozess sicherer machen, indem sie die Endschalter/Sensoren unterstützen.

Hier ein  paar Beispiele:

  • Signalverlängerung für die SPS (im Zeitbereich von 1..100ms je nach SPS-Zykluszeit, für sichere Signalerkennung)
  • Endlagenverzögerung für Fehlerunterdrückung/Bewegung der letzten mm zum beenden
  • Störsignale unterdrücken  (durch Vibrationen, kurze Lichtschranken und Unterbrechungen)
  • Eindeutige Signalerstellung, die für Zeit X min. vorhanden sein muss
  • Kontrollzeiten für Fehlererkennung (Positionen nicht angefahren, Endlagen-Doppelbelegung)

Mit den schnellen SPS-Systemen, und der besseren Programmierbarkeit werden nun viele Regelungsaufgaben und Berechnungen umgesetzt, in denen viele Zeiten vorkommen.

Z.B. die Erfassung von Geschwindigkeiten. Bei solchen Aufgaben ist eine genauer Zeitwert sehr wichtig, damit die Ergebnisse entsprechend genau sind. Dazu können die Systemeigenschaften der SPS verwendet werden, mit deren Vor- und Nachteilen.

Es ist auch nicht davon auszugehen, dass die Zeiten immer den geforderten Genauigkeiten entsprechen, wozu bestimmte  Vorkehrungen getroffen werden müssen, um die Fehlerauswirkungen gering zu halten.

Die Firma Gersch SPS-Technik hat in Ihren SPS-Standardprogrammen einen entsprechend sicheren Zeitwert geschaffen, der für die Berechnungen und Regelungen verwendet werden kann.  Dieser ist  unabhängig von SPS-Zykluszeiten.

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